innenliegender Kabelführung – wie und warum

Warum überhaupt innenliegende Kabelführung? Ich persönlich finde einfache und klare Linien an Fahrrädern sehr schön. Innenliegende Kabelführung bietet das definitiv. Ich finde es auch toll, dass ich mir keine Sorgen um Kratzer im Lack machen muss, wenn ich mein Fahrrad am Oberrohr hochhebe. Das ist nicht so ein großes Problem, aber auch die Kleinigkeiten sind mir wichtig. Der Nachteil ist natürlich ein gewisses Extragewicht, aber es ist einfach ein sehr nettes Detail und das Gewicht war noch nie meine größte Sorge.

So geht es also! Hier ist ein 28.6mm Oberrohr und ein 7mm Messingrohr für die Kabelführung. In das 7mm Rohr passt die normale Bremszughülle. Für das Zugseil-Gehäuse könnte man ein dünneres nehmen.

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Der erste Schritt ist es, ein 8mm Loch an ein Ende des Oberrohrs zu bohren.

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Dann forme ich das Loch länglicher, indem ich die Bohrmaschine hin und her kippe.

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Weil der Bohrer die gleiche Form wie die Kabelführung hat, sollte das Loch am Ende gut passen, wie man hier sehen kann. Dann bohre ich ein zweites Loch auf der anderen Seite, und führe das Messingrohr als Kabelführung von einer Seite auf die andere.

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Hier schauen wir durch das Oberrohr und sehen die innenliegende Kabelführung. Das 7mm Messingrohr muss ein bisschen gebogen werden, um gut durchzulaufen.

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Jetzt ist das Messingrohr als Kabelführung eingebaut und ich kann mit dem Löten anfangen.

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Das ist der beste Teil! Ich löte hier mit Silber, so dass das Messingrohr nicht schmilzt. Das Oberrohr heizt sich am schnellsten auf, die Hitze sollte also auf das Messingrohr konzentriert werden.

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Jetzt schneide ich überstehende Teile mit einer Metallsäge ab, wobei man aufpassen muss, nicht in das Oberrohr zu schneiden.

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Mit einer Feile muss man es ein bisschen sauber machen und zum Schluss die scharfen Kanten mit Schleifpapier abschleifen.

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Das Endergebnis ist wirklich schön, finde ich!

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Hier ist es in Aktion, zumindest in einem Testlauf. Danke für’s Lesen, ich hoffe, es hat ein bisschen Spass gemacht!

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