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9. Dezember 2025Vom Bike-Traum zum Stahlrahmen: Wie ein Norweger sein eigenes Hardtail gebaut hat
Seit über 30 Jahren spielen Fahrräder eine Hauptrolle in seinem Leben.
Mountainbikes, Reiseräder, Bikepacking-Abenteuer – Maschinen, die ihn über Kontinente getragen haben, durch Wüsten, über Berge und hinein in Geschichten, die man ein Leben lang mit sich trägt.
Lange Zeit hatte er sogar seinen eigenen Custom-Shop, in dem er High-End-Bikes für andere Menschen auf Traumrahmen bekannter Marken aufgebaut hat.
Doch eine Frage ließ ihn nie los:
„Was wäre, wenn ich meinen eigenen Rahmen bauen würde?“
Dieses Jahr hat er aufgehört zu träumen – und angefangen zu bauen.
Eine lebenslange Leidenschaft… und ein „Midlife-Moment“, der alles ins Rollen brachte
Er kommt aus Norwegen – und wie er sagt: „Das perfekte Alter für eine Midlife-Crisis.“
Doch seine Krise hatte weniger mit roten Cabrios zu tun, sondern eher mit Stahlrohren, einer Feile und einem klaren Traum.
Nach mehr als hundert gefahrenen und selbst aufgebauten Bikes hatte er glasklare Vorstellungen davon, wie ein Rad sich anfühlen sollte.
Der Rahmen, den er während des Kurses entwarf, war sein Moment der Wahrheit:
Ein Hardtail, das er immer schon bauen wollte.
Capable.
Komfortabel.
Steilgelände-tauglich.
Aber gleichzeitig vielseitig genug für ein mehrtägiges Bikepacking-Abenteuer.
Er liebt das Fahrgefühl von Mullet-Fullys (29” vorn, 27,5” hinten), also sollte sein neues Bike wahlweise eine 29”- oder 27.5”-Hinterradoption haben.
Als ich ihm Paragon Machine Works’ verstellbare Ausfallenden empfahl, war der Weg klar: Maximale Flexibilität, perfekt für seine Vision.
Vom Holzwerker zum Rahmenbauer – der Sprung ins Unbekannte
Metallerfahrung?
„Nicht wirklich“, erzählt er und lacht.
„Ich bin ein ganz passabler Holzwerker, ein ordentlicher Fahrradmechaniker – und Experte darin, Dinge ohne jegliche Erfahrung einfach auszuprobieren.“
Sein Beispiel dafür?
Seine allererste Aid-Climbing-Erfahrung war der Nose am El Capitan.
Das sagt eigentlich alles.
Seine Philosophie:
„Einfach reinspringen und ausprobieren. Was soll schon schiefgehen?“
Warum er den Kurs gemacht hat – und was er hier gefunden hat
Als er im Workshop ankam, suchte er nicht nach einem Ausweg aus dem Alltag. Er war gerade erst von einer Bike-Expedition quer durch die Namib-Wüste in Namibia zurückgekommen – ziemlich erfüllt und zufrieden.
Aber er merkte schnell etwas anderes:
Die ruhige, entspannte Werkstatt-Atmosphäre ist ein Ort, an dem man automatisch runterfährt.
Vor allem, wenn man vorher im Corporate-Bereich gearbeitet hat – wie er, im Bereich Safety & Sustainability.
Ein Moment blieb ihm besonders im Kopf:
„Zu sehen, wie die eigene Idee vor den eigenen Augen Gestalt annimmt – das ist etwas ganz Besonderes.“
Wenn die Skizze zum Rohrsatz wird…
die Feilen greifen…
die ersten Lötpunkte sitzen…
und plötzlich hält man einen echten Rahmen in den Händen –
das ist ein Moment, der vielen nahegeht.
Und ja: Er hat mir in der Mittagspause jede Frage gestellt, die ihm einfiel.
(Und nein: Es hat mich nicht gestört.)
Wie es sich anfühlt, ein Bike zu fahren, das man selbst gebaut hat
Ein paar Wochen nach dem Kurs kamen die ersten Bilder vom frisch lackierten Rahmen.
Dann der komplette Aufbau.
Und schließlich die ersten Testfahrten.
Trails im Wald. Fjorde. Technisch steiles Gelände.
Sein Urteil:
„Ganz ehrlich – das Bike ist unglaublich. Oder bin ich voreingenommen?
Auf steilen technischen Passagen ist es das fähigste Hardtail, das ich je gefahren bin.“
Er sprach über das besondere Rahmen-Compliance, das Handling und wie es sich im Vergleich zu Titan-Hardtails anfühlt, die er zuvor gefahren war.
Und er freute sich darüber, wie gut die Rohrauswahl seinen Fahrstil unterstützt.
Auf sehr ruppigen, schnell aufeinanderfolgenden Schlägen?
„Klar, da ist es weniger beeindruckend – aber es ist eben ein Hardtail.“
Und sein Blick geht schon weiter:
„Vielleicht baue ich das nächste Mal ein einfaches Single-Pivot-Fully?“
Wie er den Kurs gefunden hat – und was als Nächstes kommt
Wie so viele andere:
Internet. Spontane Entscheidung. Ein Klick.
Aber manchmal sind das die besten Entscheidungen.
Und auf die Frage, ob er noch einmal einen Rahmen bauen will, kam die Antwort ohne Zögern:
„Ja.“
Ein Rahmen – und der Beginn eines neuen Kapitels
Seine Geschichte zeigt, was möglich ist, wenn man:
-
einer alten Leidenschaft folgt
-
sich traut, etwas völlig Neues zu lernen
-
Zeit, Hände und Herz in ein Projekt steckt, das wirklich zählt
Am Ende hat er nicht nur ein Hardtail gebaut, das seine gesamte Bike-Erfahrung widerspiegelt.
Er hat etwas viel Größeres gewonnen:
Das Gefühl, dass dies erst der Anfang sein könnte.





