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Ein Hardtail für Vogtland und Erzgebirge

Hennings selbstgebauter MTB-Rahmen aus dem Rahmenbaukurs

Rahmenbauer: Henning
Rad: Hardtail-MTB aus Stahl
Gebaut im: Rahmenbaukurs in Potsdam
Revier: Vogtland & Erzgebirge
Besonderheiten: minimalistischer Rahmen, Platz für 2,4″-Reifen und ein 38er-Kettenblatt, Geometrie für effizientes Bergauffahren und sichere Abfahrten


Alles begann mit einem geliehenen Fahrrad.

Für eine Fahrradtour mit Arbeitskollegen borgte sich Henning das SingleBe-Mountainbike seines Bruders. Schon nach den ersten Kilometern war klar: Stahlrahmen haben etwas Besonderes.

„Schon nach den ersten Kilometern war ich von Stahlrahmen fasziniert“, erinnert sich Henning.

Zurück zu Hause ließ ihn der Gedanke nicht mehr los. Er begann zu recherchieren, welche Möglichkeiten es aktuell auf dem Markt gibt. Bei dieser Suche stieß er im Internet auf Big Forest Frameworks.

Die Idee, ein Fahrrad komplett selbst aufzubauen, hat ihn sofort begeistert. So konnte er zwei seiner großen Hobbys miteinander verbinden: Fahrradfahren und Handwerk.


Ein Hardtail für das Mittelgebirge

Henning ist hauptsächlich im Vogtland und im Erzgebirge unterwegs. Die Mittelgebirgslandschaft bietet ideale Bedingungen zum Radfahren: ruhige Straßen, lange Waldwege und unzählige kleine Schotter- und Feldwege, die sich durch die Natur ziehen.

Für diese Art von Touren war schnell klar, welche Art von Fahrrad er bauen wollte.

Ein Hardtail-Mountainbike.

Das Rad sollte nicht für Enduro-Trails oder mehrtägige Bikepacking-Abenteuer gedacht sein. Stattdessen wollte Henning ein Bike, das sich besonders gut für sportliche Tagestouren abseits der Asphaltstraße eignet.


Einfach und funktional

Beim Entwurf seines Rahmens hatte Henning ein klares Ziel: möglichst einfach.

Kein unnötiger Schnickschnack, keine zusätzlichen Details, die er nicht wirklich braucht.

Deshalb verzichtete er bewusst auf zusätzliche Ösen oder Querstreben zwischen Ketten- und Sitzstreben. Der Rahmen besitzt lediglich Aufnahmen für zwei Flaschenhalter.

Auch bei der Geometrie suchte Henning nach einem guten Kompromiss. Das Rad sollte effizient bergauf fahren, ohne dabei die Kontrolle bergab zu verlieren.

Die Länge des Sitzrohres wurde deshalb so gewählt, dass eine Dropper Post mit 150 mm Hub optimal passt.

Eine besondere Herausforderung bestand darin, ein möglichst großes Kettenblatt mit ausreichend Reifenfreiheit zu kombinieren.

Am Ende gelang es, ein 38er-Kettenblatt zusammen mit 2,4-Zoll-Reifen unterzubringen – eine Kombination, die sowohl Geschwindigkeit als auch Traktion auf unbefestigten Wegen bietet.


Eine intensive Woche in der Werkstatt

Die Woche in der Werkstatt in Potsdam verging für Henning unglaublich schnell.

Sobald man einmal mit dem Werkeln beginnt, verliert man schnell das Zeitgefühl. Rohre werden ausgerichtet, im Jig fixiert, vorbereitet und schließlich eingelötet – Schritt für Schritt nimmt der Rahmen Gestalt an.

„In der Werkstatt verliert man völlig das Zeitgefühl“, sagt Henning.
„Manchmal mussten wir sogar daran erinnert werden, überhaupt eine Mittagspause zu machen.“

In dieser intensiven Woche lernte er unglaublich viel – über Fahrräder, über Konstruktion und über die Kunst des Rahmenbaus. Auch ohne vorher viel Erfahrung mit Metallarbeit zu haben, konnte er Schritt für Schritt seinen eigenen Rahmen bauen.

Für alle, die Stahlrahmen lieben und den Traum vom eigenen Fahrrad verwirklichen möchten, kann er den Rahmenbaukurs nur empfehlen. Es gibt viel Raum und Unterstützung, um sein persönliches Wunschrad zu realisieren.


Ein Fahrrad aus eigener Hand

Heute fährt sich Hennings Bike genau so, wie er es sich vorgestellt hat. Ein besonderes Gefühl – schließlich kennt er jede Lötstelle und jedes Rohr dieses Rahmens aus eigener Arbeit.

Die Lenkung ist angenehm leichtgängig und präzise. Mit ausreichend Grip geht es auch auf schlammigen Wegen zuverlässig bergauf – und natürlich wieder hinunter.

Besonders viel Freude machen aber auch die ruhigeren Passagen: entspannte Abschnitte auf Wald- und Feldwegen, fernab vom Verkehr.


Dank

Zum Schluss möchte sich Henning noch bedanken.

Beim Big Forest Frameworks Team für die Unterstützung während des Kurses.

Und ganz besonders bei seinem Bruder Richard und dessen Frau Deborah.

„Ohne ihre Unterstützung und ihre Expertise wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen.“


📸 Hennings Hardtail-Mountainbike, gebaut im Rahmenbaukurs in Potsdam.



Robert Piontek
Ja, das bin ich - Doktor der Astrophysik / Verkauf / Marketing / Web Design / Rahmenbauer / Künstler / Visionär / Test Pilot / Team Rider

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